Schreibabys

In der letzten Zeit waren ein paar Schreibabys bei mir in der Praxis. Leider funktionieren die Kommunikationswege bei diesem Problem nicht so gut und es ist schwierig, adäquate Hilfe zu finden.

 

Ein Schreibaby nennt man ein Baby, das vermehrt und andauernd schreit und sich nicht oder schlecht beruhigen lässt. Wenn ihr Baby 3 Stunden täglich an 3 Tagen die Woche über 3 Wochen schreit und sich nicht beruhigen lässt, sollten sie aktiv werden. Aber auch, wenn sie einfach das Gefühl haben, dass etwas nicht stimmt und verunsichert sind, dürfen sie sich Hilfe suchen.

Wenn ein Baby viel schreit, ist das sehr ermüdend und anstrengend für Eltern und Kind. Gleichzeitig ist es auch sehr frustrierend, weil Beruhigungsmaßnahmen nicht helfen und man nicht mehr weiter weiß. Die erste Zeit mit dem Kind hat man sich meistens anders vorgestellt (Papoušek, M., Schieche, M., Wurmser, H. (Hrsg.) (2004): Regulationsstörungen der frühen Kindheit. Frühe Risiken und Hilfen im Entwicklungskontext der Eltern-Kind-Beziehungen. Bern: Verlag Hans Huber).

 

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In Aachen gibt es Hilfsangebote z. B. vom Kinderschutzbund. Er bietet eine kostenlose Eltern-Säuglingsberatung an. Außerdem organisiert er das Netzwerk Frühe Hilfen.

Auch die Stadt Aachen bietet Frühe Hilfen für Familien an.

Zu empfehlen ist auch die sehr erfahrene Pädagogin Kerstin Kelberlau. Sie hat sich auf die Eltern-Kind-Therapie spezialisiert und bietet ein fundiertes Behandlungspektrum an. Oft reichen schon 2-3 Sitzungen bis sich die Probleme bessern.

 

Eine Beratung über die Entwicklung ihres Babys und Unterstützung bei Interaktion mit dem Baby kann ein erster Schritt sein, um den Teufelskreis zu durchbrechen und langsam wieder zu einem harmonischen, freudvollen Miteinander zu finden. Auch Maßnahmen zur Entlastung der Eltern können mit den Hilfestellen geplant und durch sie unterstützt werden.

Wenn sie nicht sicher sind, ob die genannten Adresse das Richtige für sie und ihr Kind sind, fragen sie doch einfach erst einmal telefonisch dort nach.