Münsteraner Memorandum

Vor einigen Tagen ist das Münsteraner Memorandum veröffentlicht worden und hat für Wirbel gesorgt. Einige Wissenschaftler fordern darin die Abschaffung des Heilpraktikerberufs oder eine Änderung des Heilpraktikergesetzes. Etliche Kommentare aus Heilpraktikerkreisen reagierten darauf und mahnten die teilweise falsche Darstellung ihre Berufes und den zum Teil unsachlichen Ton des Memorandums an.

Insgesamt scheint die Debatte zwischen Schulmedizin und Komplementär- und Alternativmedizin auch im Jahr 2017 nicht ohne gegenseitige Anfeindungen, Unsachlichkeiten und Verallgemeinerungen geführt werden zu können. Das ist zwar auf der einen Seite unterhaltsam, verwundert auf der anderen Seite aber auch. Was ist es nur bei diesem Thema, das die Gemüter so schnell hochkochen lässt?

Vielleicht liegt die gute alte Wahrheit auch einfach irgendwo dazwischen, wie es der Volksmund sagt.

 

In Deutschland fällt das Ausüben der Osteopathie unter die Heilkunde. Osteopathisch arbeiten dürfen also nur Ärzte oder Heilpraktiker. Deshalb habe ich 2008 meine Prüfung zur Heilpraktikerin gemacht. Diskussionen, die den Berufsstand betreffen, sind also auch für mich relevant, obwohl ich eher als "Osteopathin" wahrgenommen werde (was natürlich eigentlich falsch ist, da es den Beruf des Osteopathen in Deutschland gar nicht gibt und damit auch keine Osteopathen!). Sollten sie Fragen zum Berufsstand haben oder verunsichert sein durch die momentane Diskussion, sprechen sie mich bitte gerne an. Ich bin bemüht, jenseits der hitzigen Debatte Auskunft zu geben.